Feuervogel

quotePapa trinkt. Mama schweigt. … Und ich?quote

Über 6000 Kinder und Jugendliche in Aachen leben in suchtbelasteten Familien – direkt nebenan – in unserer Nachbarschaft.

Die Hälfte von ihnen steht in Gefahr, selbst suchtkrank zu werden, wenn wir ihnen nicht zur Seite stehen.

Diese Kinder wollen einfach Kind sein dürfen!
In unserem Projekt dürfen sie es!

Hier können die Kinder

  • mit anderen betroffenen Kindern und mit Experten über das „Familiengeheimnis“ reden.
  • lernen, dass die Sucht der Eltern eine Krankheit ist, an der sie selbst keine Schuld tragen.
  • einfach nur spielen, lachen und toben

Kinder aus suchtbelasteten Familien wachsen mit ‚besonderen Familienregeln’ auf.

  • So gehören Schweigen, Isolation, Geheimhaltung und Verleugnung zu den Bewältigungsstrategien, die sie erlernen.
  • Sie erleben häufiger Streit zwischen Vater und Mutter, Unberechenbarkeit und Stimmungsschwankungen.
  • Oft müssen sie die Erfahrung machen, dass Versprechungen gebrochen werden und sie sich nicht auf die Eltern verlassen können.
  • Zusätzlich erleidet jedes dritte Kind aus einer suchtkranken Familie regelmäßig seelische, teilweise auch körperliche Gewalt.
  • Diese Kinder müssen viel zu früh zu viel Verantwortung übernehmen. Sie überspringen dabei wesentliche Entwicklungsschritte, weshalb die Gefahr groß ist, dass sie selbst krank werden.
  • Sie sind in einem weitaus höheren Maß als Kinder von nicht abhängigen Eltern gefährdet, später selbst süchtig oder psychisch krank zu werden. Das Risiko ist bis zu sechsfach höher.

Trotzdem gibt es Kinder, die gesund in suchtkranken Familien aufwachsen.

  • Sie müssen die Fähigkeit erlernen, trotz widriger Umstände ihre seelische Gesundheit zu bewahren oder zu entwickeln.
  • Eine große Rolle spielen so genannte Schutzfaktoren. Schützend kann z.B. eine positive Aufmerksamkeit der Umwelt, Kommunikationsfähigkeit, der Glaube an Selbsthilfemöglichkeiten oder auch ein positives Selbstwertgefühl sein.

Die Entwicklung der Schutzfaktoren ist eines der Ziele des neuen Modellprojektes „Feuervogel“ der Suchthilfe Aachen:
Hier können betroffene Kinder in altersgerechten Gruppen mit Gleichgesinnten und Experten über das Familiengeheimnis sprechen und spielerisch ihre Sorgen abbauen. Parallel dazu arbeiten Therapeuten mit den Eltern an deren Suchtthemen und fördern ihre Erziehungsfähigkeit.
Das Angebot wurde in der Startphase unter anderem gefördert durch die Aktion Mensch und die Aktion „Lichtblicke“.

Mit € 70 können Sie Marvin, Rebecca, Jessica oder Malte eine Woche Glück spenden...

FeuervogelKontakt
Gudrun Jelich
Suchthilfe Aachen
Hermannstraße 14, 52062 Aachen
jelich@suchthilfe-aachen.de
Telefon 0241 41356-117

Projektwebseite der Suchthilfe Aachen:
http://www.suchthilfe-aachen.de/feuervogel.php

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Bisher in 2016 finanziert: 28398 €

Stand: 31.07.2016

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